+++ Covid-19: Hier finden Sie aktuelle
Informationen zum Coronavirus +++
Navigation
HOME
HOCHSCHULE
BACHELOR
MASTER
WEITERBILDUNG
PARTNERUNTERNEHMEN
LEHRE UND FORSCHUNG
INTERNATIONAL
IMPRESSUM DATENSCHUTZ
Hochschule der Wirtschaft für Management
Button Pfeil Button Pfeil Informationsmaterial  |  Ansprechpartner

Arbeiten in der Corona-Krise: Psychische Belastungen für Arbeitnehmer während der Pandemie

16.04.2020 Forscher der Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) in Mannheim haben erste Erkenntnisse gewonnen, wie sich die Maßnahmen der Arbeitgeber während der Corona-Krise auf die psychische Gesundheit von Arbeitnehmern auswirken. Prof. Dr. Andreas Zimber stellt erste überraschende Ergebnisse vor und gibt Handlungsempfehlungen, um Stress und Sorgen der Arbeitnehmer zu senken.

Homeoffice, Heimunterricht, Kurzarbeit: Arbeitnehmer sehen sich aktuell mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Viele Unternehmen mussten tiefgreifende Maßnahmen ergreifen, um den Kontaktbeschränkungen Folge zu leisten und den Fortbestand des Betriebes in dieser Situation zu sichern. Während sich bereits mehrere Studien mit den Folgen der sozialen Isolation befassen, hat nun ein Forscherteam an der Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) untersucht, wie sich die Veränderungen der Arbeitssituation auf das psychische Wohlbefinden von Arbeitnehmern auswirkt. Geleitet wurden die Untersuchungen von dem Studiengangsleiter und Burnout-Experten, Prof. Dr. Andreas Zimber.

In der noch unveröffentlichten Studie von Prof. Zimber und Kollegen wurde untersucht, welche Maßnahmen die Unternehmen in der Krise ergreifen und welche psychischen Belastungen damit für die Arbeitnehmer verbunden sind. Dazu wurden Veränderungen im Betrieb erfragt, die seit dem Ausbruch von Corona im Vergleich zu den letzten 12 Monaten stattgefunden haben. Diese Daten wurden mit dem aktuellen Befinden der Probanden abgeglichen. Hierbei wurden Arbeitsplatzunsicherheit, Stresssymptome, Burnout-Symptome und negative Affektzustände, wie Angst oder Besorgnis, untersucht. Um Aussagen über die Ausprägung der psychischen Belastungen der Arbeitnehmer zu ermöglichen, wurden zum Vergleich Studienergebnisse aus der Zeit vor der Corona-Pandemie herangezogen. An der Online-Befragung mit fast 150 Teilnehmern nahmen Vertreter aus verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen teil. Besonders viele junge Arbeitnehmer waren in der Studie vertreten.

Die Sorge der Bürger*innen über die Auswirkungen des Virus ist hoch. Insofern war es überraschend, dass sich bei der Arbeitsplatzunsicherheit und bei Stresssymptomen keine Auffälligkeiten zeigten – im Gegenteil: Unsicherheit und Stress lagen sogar etwas unter den Werten der Vergleichsstudien. Arbeitnehmer in Unternehmen, in denen es bereits Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie gegeben hat, wie Kurzarbeit oder Homeoffice, wiesen allerdings höhere Werte auf. Besonders bei Frauen war dieser Effekt nachzuweisen. In Unternehmen, in denen bereits Kündigungen im Raum standen, hatten die Mitarbeiter*innen signifikant höhere Burnout-Symptome, wie körperliche und psychische Erschöpfung, und negative Affekte, wie Angst und Sorgen. „Da die Ausgangsbeschränkungen erst seit wenigen Wochen anhalten, muss weiter beobachtet werden, ob sich die psychische Belastung von Arbeitnehmern insgesamt noch erhöht oder nur auf diejenigen beschränkt bleibt, die bereits von konkreten Maßnahmen betroffen sind“, erläutert Prof. Zimber die Ergebnisse. „Nicht nur die Unternehmen, sondern auch bestimmte Risikogruppen unter den Arbeitnehmern werden in dieser Krise Unterstützung brauchen. Hilfreich könnte zum Beispiel die in manchen Betrieben etablierte telefonische Mitarbeiterberatung sein. Durch sie kann der Chronifizierung psychischer Belastungen wirksam vorgebeugt werden.“ Bei der Datenerhebung kam den Wirtschaftspsychologen das große Netzwerk der HdWM in die Wirtschaft zu Gute. Die Partnerunternehmen waren gerne bereit, an der Studie teilzunehmen und wertvolle Einblicke zu geben.

Prof. Dr. Andreas Zimber leitet den Studiengang M. Sc. Wirtschaftspsychologie – Organisationspsychologie an der HdWM. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Professor und Wissenschaftler in der Wirtschaftspsychologie. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf den Themen Burnout, Stressbewältigung im Beruf und gesunde Führung.

Ihre Ansprechpartnerin Janina Reichert
Janina Reichert Marketing und Kommunikation Tel.: +49 (0)621 490 890-91 janina.reichert@hdwm.org

x
Ihre Ansprechpartnerin Presse Janina Reichert
Janina Reichert Presse Tel.: +49 (0)621 490 890-91 janina.reichert@hdwm.org
Kontakt
Navigation Menü